Rund um Aquaristik | wichtige Faktoren |

 "das Wesentliche kurz zusammen gefasst"

 

 

 

 

 

| weniger Informationen geht beim besten willen nicht |

Anhand der Beleuchtung von unserem Becken „DarkStoneMbuna“ werden wir euch die Nutzung und das Ergebnis etwas näher bringen.

die von uns verwendete Hardware:

für die Beleuchtungssteuerung....

PL3

 

 

 

 

die Lichtquelle, in unserem Beispiel zwei LED - Leisten...

LED

 

 

 

 

und natürlich die Software "ProfiLuxControl (PLC)"/ GHL ControlCenter (GHL CC) .... 

unser Arbeitsplatz:

LightComposer

Machen wir uns daran, den Tagesverlauf zu erstellen...

Wir haben dieses Projekt in 9 Zeitstufen programmiert und zeigen nun im weiteren Verlauf auf, wie sich diese Daten grafisch sowie im Aquarium darstellen. Zu berücksichtigen ist, das die zeitlich programmierten Einstellungen als Verlaufsschnittstellen zu sehen sind, denn unter Berücksichtigung der Farbmischung und das Erreichen der programmierten Einstellungen (% Lichtfarbe je Farbkanal) sieht eine zeitlich Einstellung vielleicht im Becken ganz anders aus, aber wenn man den gesamten Tagesverlauf betrachtet. fällt dieser programmierte Zeitpunkt nicht so sehr ins Gewicht, weil die Umsetzung der Technik ständig die Farben mischt und somit die einzelnen Stimmungen/ Lichtverläufe im Aquarium erzeugt werden.

 Kurz gesagt sollte das Hauptaugenmerk nicht auf eine Zeiteinstellung fixiert werden, sondern immer das gesamte Projekt betrachtet, denn es ist relevant, wie die Farbmischung zwischen zwei programmierten Zeiten aussieht, um die nächste Stufe zu erreichen.

Ein Blick auf die von uns verwendeten Farbspektren zeigt in welchen Wellenbereichen wir uns bewegen:

[Spektrum Files für den LightComposer – selbst erstellt]

grafische Darstellung der spektralen Beleuchtung
ROT GRÜN
 spektralrot  spektralgruen
BLAU WEISS (Gesamtheit aller Farben)
 spektralblau  spektralweiss

Diese farbliche grafische Darstellung begleitet den ganzen Programmiervorgang und  GHL  hat dafür noch ein Zusatzfeature geschaffen. Man kann sich folgende Zusatzinformation grafisch anzeigen lassen:

Absorption Chlorophyll A

 

CloroA

 

Absorption Chlorophyll B

CloroB

Absorption Violaxanthin

Violax

sowie das menschliche Farbempfinden

Mensch

in der Gesamtheit sieht das dann so aus

Alle

Anhand der grafischen Darstellung kann gleich Einfluss auf den zu beleuchtenden Lebensraum genommen  und  bei der Programmierung berücksichtigt werden .  (Lebensraum der Fische – in welchen Tiefen leben sie und Pflanzen - wie intensiv benötigen sie Licht für ihre Photosynthese)

kommen wir zum eigentlichen Tagesverlauf

Zuerst müssen wir wissen, dass GHL nur 12 Zeitstufen programmieren kann (noch) und das heißt, wir haben 11 Stufen für den Tagesablauf und nutzen eine Zeitstufe für die Mondsimulation.

Zuerst stellen wir unsere LED – Leistungsdaten dem LightComposer zur Verfügung, in dem wir die zu steuernde Beleuchtung auswählen (je Farbe eine andere Datei) und die Leistung sowie den Kanal im ProfiLux festlegen.

Lichtleistung

Mit der Mondeinstellung beginnen wir auch, vielleicht noch kurz zur Information: „ der Aquariumcomputer von GHL simuliert auf Grundlage der eingegebenen Koordinaten den Mondverlauf vollautomatisch und zu einer frei wählbaren Zeitspanne (z.B. von Abends 21:30 Uhr bis morgens um 07:00 Uhr), d.h. er berechnet stufenlos (prozentual zu eingestellten Lichtstärke) von Neumond bis zum Vollmond alles automatisch! Alles was er braucht ist ein Farbkanal und eine maximale Beleuchtungsstärke bei Vollmond!“

Hier sehen wir nun, wie sich das Ganze im LightComposer darstellt.  Wir haben oben die Uhrzeit eingestellt und können mit den Schiebereglern die einzelnen Farben mischen. Auf dem Bild sehen wir auch die grafischen Hilfslinien der Absorption und das menschliche Empfinden!

02.00Mondlicht

In unserem Beispiel legen wir die hellste Phase des Mondlichtes auf 02:00 Uhr Nachts. Durch den Haken bei direkt ausgeben können wir den Beleuchtungseffekt direkt im Becken sehen!

Vollmond im Aquarium inkl. grafischer Lichtdarstellung

1Verlaufkl

Danach wird die Nächste Stufe programmiert. Diese wird dann im Einklang mit dem Mondverlauf alle anderen Beleuchtungen dazu steuern!

Sonnenaufgang/ Morgenrot

2Verlaufkl

Man kann beim Spektrum sehr gut sehen, das noch etwas blau vom Mond vorhanden ist, aber Rot dominiert!

Nun zeigen wir euch den Rest der Tagesbeleuchtung von DarkStoneMbuna ohne weitere Erklärungen!

10:00 Uhr           13:00 Uhr
3Verlaufkl   4Verlaufkl
16:00 Uhr   18:00 Uhr
5Verlaufkl   6Verlaufkl
 20:30 Uhr    21:30 Uhr
7Verlaufkl   8Verlaufkl

[klicken zum vergrößern]

Was fehlt ist der Übergang zur Mondphase! Hier empfiehlt es sich die Leistung aller Farben (außer ggf. blau/ weiss = Mondfarbe) auf 0 % zu fahren um einen weichen Übergang zur Mondsimulation zu erreichen.

 Zeitablauf/ Lichtstärken

Kommen wir nun dazu, uns einmal den Zeitablauf in Verbindung mit den angewandten Lichtstärken (in %) an zu schauen, damit wir auch wissen, wie wir auf das oben aufgeführte Lichtbeispiel kommen. Leider ist es einfach unmöglich einen Tagesablauf mal eben in die Tat um zu setzen, denn alle Hersteller halten ihre Daten streng hinter dem Berg. Das ist auch verständlich, denn ansonsten würde ja niemand die vom Hersteller oft angebotenen Tageslichtsimulatoren dazu kaufen, denn hier kommen die Unterschiede im Bereich der Technik ganz klar zum Vorschein! Am Beispiel von "AquaStyl" kann man zwei Varianten von Tageslichtsimulatoren kaufen, die nicht gerade günstig sind, aber einwandfrei funktionieren und dem Anwender keinerlei Probleme bereiten, da er aus verschiedenen Programmen auswählt, oder aber unterstützt einen eigenen erstellt. Der Rest wird vom Simulator erledigt. Die Technik von GHL hingegen kann das alles auch, aber eben für alle anschließbaren Leuchten/ LED und so müssen wir hier beim Auqariumcomputer etwas mehr leisten um einen sauberen Tagesablauf zu programmieren.

Auf folgende Kriterein muss ich neben den oben aufgeführten zusätzlich achten:

  • Mondsimulation
  • Gewitter/ Regentage
  • Bewölkung

Diese Simulationen muss ich mit in den Tagesablauf einbeziehen/ einplanen.

Jetzt heißt es, sich Gedanken über folgende Dinge zu machen:

  • In welchem Zeitraum soll meine Mondsimulation laufen?
  • Zu welcher Uhrzeit soll der Vollmond seinen Höhepunkt haben? Soll der Mond konstant über den Zeitraum laufen?
  • Wie lange soll meine Tagesbeleuchtung insgesamt laufen? (in Abhängigkeit mit Mondsimulation)

Haben wir diese Fragen für uns geklärt, fangen wir an mit den Beleuchtungszeiten und den jeweiligen Beleuchtungsstärken.

Kurz zu den Fakten, im Beispiel haben wir uns auf 10 Zeit-/ Dimmstufen geeinigt, der Mondzeitraum bewegt sich  zwischen 22:00 und 08:00 Uhr (mix aus weiss und blau). Den Vollmondzeitpunkt setzen wir auf 02:00 Uhr nachts. Die programmierten Lichtstärken richten sich natürlich je nach Bewohner/ Größe des Beckens und Pflanzen (Ja / Nein) und auch nach Geschmack des Betrachters.

Position LED-Leiste LED  - Farbe 02:00 Uhr (%) 08:00 Uhr (%) 08:30 Uhr (%) 10:00 Uhr (%) 13:00 Uhr (%) 16:00 Uhr (%) 18:00 Uhr (%) 20:30 Uhr (%) 21:30 Uhr (%) 22:00 Uhr (%)
links weiss 3 2,4 offen 4,8 5,4 12,5 2,4 1,8 1,8 0
links blau 3 1,8 offen 17,9 10,7 29,8 32,1 14,3 13,7 0
links grün 0 0 offen 7,1 5,4 9,5 6,5 4,2 4,2 0
links rot 0 0 12 10,7 4,2 19,1 6 3 4,2 0

rechts

weiss 0 0 offen 6 27,6 10,7 41,1 33,9 14,3 0
rechts blau 0 0 offen 6 13,8 4,8 14,9 6,5 3,6 0
rechts grün 0 0 offen 4,8 10 4,8 12,5 8,9 5,4 0
rechts rot 0 0 offen 10,7 17,3 4,2 17,9 13,7 4,8

0

[Beleuchtungsprogrammierung passend zu dem oben aufgeführten Beispiel = zwei LED RGB Leisten 1X12W + 1X6W]

Den Rest der Simulation sollte man immer zusammen im Auge behalten, da sich die Bewölkung ja in Bezug auf das Gewitter, oder aber die Regentage beziehen sollte. Heißt, wenn in unserem Becken Gewitter ist, sollen Blitze starten, die Beleuchtung heruntergedimmt werden und die Strömung erhöht werden, all diese Simulationen lassen sich mit GHL verwirklichen, wenn sie richtig betrachtet und programmiert werden.

Wolken also, sollten sich natürlich im Becken zeigen und hier kommt nun wieder einmal die Begründung, warum wir lieber mehrere kleine LED - Leisten nutzen, anstatt eine Große, denn bei zwei oder mehr kleinen Leisten kann ich einen natürlichen Wolkenzug (Zeitversatz zwischen linker und rechter LED - Leiste sind 1,8 Sekunden) im Becken realisieren, indem wir die Dimmung bei Wolken von Leiste zu Leiste zeitversetzt ablaufen lassen und so wird im Becken eine wirklich natürlich aussehende Wolke simuliert!

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